Geschichte des Schützenvereins Kirchberg


Zur Vereinsgründung kam es kurz vor dem Ersten Weltkrieg: im Jahre 1912 riefen einige schießsportbegeisterte Kirchberger Männer den "Zimmerstutzen - Schützenverein Kirchberg" ins Leben. Doch der Krieg setzte dem jungen Verein sehr bald ein vorläufiges Ende.

Erst nach der Inflation 1923 fanden sich die Kirchberger Schützen wieder zusammen und nahmen den Schießbetrieb wieder auf. Es folgte eine Blütezeit des Kirchberger Schützenvereins, bis der zweite Weltkrieg ein weiteres Fortbestehen unmöglich machte. Die Besatzungsmächte verboten bekanntlich nach 1945 vorerst alle Schützenvereine.

Doch schon im Jahre 1951 gelang es Freunden des Schießsports im Gasthaus "Hirsch" den Schützenverein Kirchberg wiederzugründen. Für kurze Zeit waren die Schützen als selbstständige Abteilung dem TSV Kirchberg eingegliedert. Dann wurde aber aus der Schützenabteilung wieder ein eigenständiger Verein, der unter dem Namen "Schützenverein 1912 e.V. Kirchberg Iller" ins Vereinsregister eingetragen wurde. Mit viel Begeisterung und Idealismus erstellten die Kirchberger Schützen im Gasthaus "Adler" eine Schießanlage mit sechs Zugständen.

Mit der Anschaffung einer Vereinsfahne verwirklichte sich der Schützenverein Kirchberg ein großes und langgehegtes Ziel. Die Fahnenweihe fand am 23. Juni 1968 statt.
In den 60er Jahren dachten die Kirchberger Schützen daran, ein vereinseigenes Schützenheim zu bauen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschloß, im September mit dem Bau zu beginnen. Mit viel Eigenleistung wurde das neue Schützenheim errichtet. Am 5. Januar 1977 konnten die Kirchberger Schützen erstmals miteinander in ihrem neuen Domizil feiern.

1969 trennte sich der Schützenverein Kirchberg zusammen mit seinen Nachbarvereinen vom bayrischen Schützengau Iller ab und gründete mit ihnen einen eigenen Schützenkreis.
Ein großer Festumzug stand 1988 im Mittelpunkt der 75-Jahr-Feier des Schützenvereins. Die Einnahmen aus diesem Jubiläum entlastete die Vereinskasse sehr, denn in den Jahren zuvor war es schwierig, die Zahlungen für das Schützenheim aufzubringen.

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens veranstaltete der Verein im April 1992 ein großes Laienschießen, an dem insgesamt 321 Schützen in 13 Mannschaften teilnahmen.
Der Vorsitz des Schützenvereins Kirchberg war 1979 von Benedikt Müller auf Bernhard Kramer und 1985 auf August Kramer gewechselt.